Mit ‘Baumängel’ getaggte Artikel

Der Außenputz, ein Drama in 3 Akten…

September 12, 2009

1. Akt:

Ende Juni geht es an der Außenfassede nun endlich weiter, das Gerüst wird aufgebaut und in zwei aufeinanderfolgenden Terminen wurden die Farbmuster für den mineralischen Landhausputz diskutiert und schliesslich die Fassadengestaltung einvernehmlich von beiden Hausparteien festgelegt. Es kann also losgehen, mit dem Außenputz und der unansehnliche Tonziegelstein wird verschwinden. Der mineralische Putz ist diffusionsoffen, paßt somit hervorragend zum Tonziegelmauerwerk und ist für 10 – 20 Jahre witterrungsbeständig.

Außerdem besteht damit Hoffnung, doch noch den Sommer im Garten genießen zu können. Der Putz soll in 10 Tagen fertig sein.

Doch der erste Putz bringt bereits nach der Trocknung erste Probleme mit sich. Nach Fertigstellung stellen wir fest, dass beide Haushälften unterschiedliche Farbtöne haben. Besonders im Südbereich fällt dies auf. Auch ist der geplante Kontrast zwischen Vorbau und der restlichen Fassade nicht entstanden. Am schlimmsten jedoch ist, dass die gemäß Muster ausgesuchte Farbe überhaupt nicht getroffen wurde – die Farbe ist beige und nicht ein sommerliches, helles Apricot.

Da fallen kleine, aber häufige und dennoch deutliche Verarbeitungsmängel nicht mehr so ins Gewicht, die Unzufriedenheit erklimmt einen neuen Höhepunkt.

Die fällt noch größer aus, als der neu vereinbarte Besichtigungstermin, zu dem Architekt und Bauleiter erscheinen sollen, ohne die beiden Herren stattfinden soll. Also neuer Anlauf, Besichtigung mit Hersteller des Putzes, Verputzer, Architekt und Bauleiter wird neu vereinbart.

2.Akt:

Eingung an diesem Tag: die Fassade ist für einen Landhausputz fachlich nicht korrekt ausgeführt, Ausbesserungen können aber nur durchgeführt werden, wenn anschliessend ein Ausgleichsanstrich aufgebracht wird. Trotz Bedenken in Bezug auf Langlebigkeit und Verwitterungsbeständigkeit nehmen wir die Farbabweichung hin und einigen uns, die Ausgleichsfarbe in einem Zwischenfarbton zu bestellen.

Entgegen den Aussagen des Herstellers ist diese jedoch nicht einfach zu liefern, die nächste Woche Verzögerung ergibt sich dadurch.

Zwischenzeitlich wird ausgebessert – nur leider in unpigmentiertem, weißen Putz. Das Gebäude erhält somit eine unregelmässige Sommersprossen-Landschaft, die Flecken sind überall verteilt.

Da eine Ausgleichsfarbe nach 3 Jahren abgewittert sein wird, melden wir Zweifel an. Die vorgesehene Lösung scheint nun nicht mehr zu passen.

3.Akt:

Also erneute, 2. Krisenbesprechung in mittlerweile gewohnter Besetzung: mit Hersteller des Putzes, Verputzer, Architekt und Bauleiter.

Die Emotionen schlagen höher, doch letztlich wird die Sachlage akzeptiert und ein komplett neuer Außenputz, nun in der ursprünglich bestellten Farbe, wird vereinbart.

Die zweite Schicht wird diesmal sehr gut verarbeitet und trotz Schlämmens entstehen keine Flecken in der Farbgebung. Also, es geht doch. Fa. Henrichs aus Lennestadt scheint ihr ganzes Können in diese 2. Schicht gelegt zu haben, respekt.

Heute ist endlich das Gerüst demontiert worden. Statt den versprochenen 10 Tagen sind wir nun nach 11 Wochen ohne Gerüst.

Lediglich seitlich vom Eingangsbereich stehen noch zwei Gerüste, bis die Balkonplatten gelegt werden. Am Dienstag soll dies besprochen werden.

Die Gartenarbeiten können beginnen, und die restlichen Mängel an der Kellerwand können behoben werden. Mal sehen, bis wann…

Unsere Baugeschichte

September 10, 2009

Auf dieser Seite möchten wir unsere Erfahrungen im Hausbau veröffentlichen. Es ist unser erstes private Bauprojekt und bei den meisten Familien wird es bei einem Projekt auch bleiben. Somit ist dies für uns ein wichtiger Lebensabschnitt, den wir hier dokumentieren.

Nach längerer Suche haben wir uns für das neue Wohngebiet von Köln entschieden, Widdersdorf Süd. Hier entstehen mehrere Subviertel als komplett neue Stadtteile im Nordwesten von Köln. Letztlich haben wir uns für das Jakobsviertel und dort für die mediterrane Stadtvilla Namens ELBA entschieden. Das hochwertige Konzept des Architkten Marx überzeugte im Vergleich zu anderen Alternativen und schloß den KFW60 Standard als vorgegebenes Ziel mit ein. Das Haus wurde als schlüsselfertige DHH inklusive kompletter Ausstattung angeboten und soll durch Fa. Mees aus Lennestadt für die Hauptteile des Bauprojekts und die Bauleitung errichtet werden.


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